Er schrieb Lieder, die nicht altern. Über das Leben, die Liebe, das Ringen um Würde in einer Welt voller Widersprüche. Gerhard Gundermann – Baggerfahrer, Poet, Rebell – hat Texte hinterlassen, die heute so tief treffen wie damals. Vielleicht mehr.
Erleben Sie seine Musik in einem neuen, unvergesslichen Gewand: rocksinfonisch, kraftvoll und tief bewegend.
Bernd Wefelmeyer hat Gundermanns Musik klassisch neu arrangiert und gemeinsam mit dem Orchester des Sorbischen Nationalensembles ein rocksinfonisches Gesamtkunstwerk geschaffen, das zwischen den Welten steht – und genau darin seine ganze Stärke entfaltet.
Die Stimme des Abends: Julia Neigel, Frontfrau der legendären Band Silly. Sensibel begleitet vom Orchester bringt sie Gundermanns Lieder mit der Kraft und Tiefe zum Klingen, die sie verdienen. Die Band um Kai-Uwe Jahn füllt das musikalische Spektrum zwischen traditioneller und moderner Sinfonik – und schließt den Bogen zwischen Rock und Klassik.
Ein Konzerterlebnis, das Türen öffnet. Und Erinnerungen neu zum Leben erweckt.
Gerhard Gundermann saß auf seinem Bagger und sah weit über den Grubenrand hinaus. Als singender Baggerfahrer „Gundi“ schuf er Lieder, die eingängig und sensibel in Rockmusik verpackt waren – und die weit mehr waren als Unterhaltung. Er war ein Querdenker, der auch in den Jahren der DDR nicht einfach mitmachte, ein verstrickter Rebell, der gegen die Mauern seiner Zeit anrannte.
Seine Musik hat Generationen bewegt. Reinhard Mey, Konstantin Wecker, Axel Prahl und viele andere haben sich von ihr inspirieren lassen. Der Filmregisseur Andreas Dresen hat ihr ein filmisches Denkmal gesetzt. Und heute, Jahrzehnte nach Gundermanns Tod, beweisen seine Lieder noch immer: Echte Kunst vergeht nicht.